Keimblätter.


Keimblätter.
Keimblätter.
 
Im Verlauf der frühen Embryonalentwicklung werden im Keim drei flache, »blattartige« Zelllagen im Keimschild angelegt, aus denen dann durch Zelldifferenzierungen ganz bestimmte Organsysteme hervorgehen: Aus dem außen liegenden Keimblatt, dem Ektoderm, entstehen u. a. die Oberhaut (Epidermis) mit Haaren und Nägeln, die Hautdrüsen einschließlich der Milchdrüse, das gesamte Nervensystem und die Sinneszellen, die äußeren Geschlechtsorgane und der After. Aus dem innen liegenden Keimblatt, dem Entoderm, entwickeln sich z. B. die Atmungs- und Verdauungsorgane, Harnblase, Harnröhre und der Scheidenvorhof. Das dazwischen liegende mittlere Keimblatt, das Mesoderm, ist der Ursprung der Lederhaut (Corium) und der Unterhaut (Subcutis), der Epithelien im Mund (einschließlich der Zunge) und der Nase, der Skelettmuskulatur, des Bindegewebes, des Skeletts, der Kreislauforgane und des Blutes, der Niere mit dem Harnleiter und der inneren Geschlechtsorgane.

Universal-Lexikon. 2012.

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